Papierfragen

Heute hat in der Arbeit einer meiner Kollegen für die Herrentoilette “feuchtes Toilettenpapier für die Wiesn-Zeit” bestellt. Seitdem frage ich mich warum das Klopapier dieser Tage wohl besonders gefragt sein könnte. Ich weiß es nicht. Schon erstaunlich wie wenig man über die Physiologie seiner Mitmenschen weiß. Auch stellt sich mir die Frage wie viel Komfort wir eigentlich brauchen.
Wie es der Zufall so will lief im NDR Fernsehen heute Abend eine spannende Reportage zum Thema Toilettenpapier und Papierkonsum im Allgemeinen. Der Reporter ging u.a. der Frage nach woher das Papier, das wir verwenden eigentlich kommt. Fazit: Es kommt überall her. Europäische Wälder leiden genauso wie tropische Wälder. Wobei es bei den tropischen Hölzern sogar solche gibt, die ein deutsches Labor gar nicht zuordnen kann. Das bedeutet, dass es sich um besonders rare bzw. besonders ferne Hölzer handelt. Es ist wirklich erstaunlich was wir billigend in Kauf nehmen nur um unseren Arsch zu schonen.
Ich glaube fest daran, dass man Hersteller erziehen kann. Ich denke, dass es mehr bringt bestimmte Produkte bewusst zu fördern, als andere bewusst zu boykottieren. Auf Umweltsiegel achten kann dabei hilfreich sein. Man sollte jedoch nicht alles glauben was die Siegel versprechen, sondern sich auch kritisch mit ihnen auseinander setzen.
Hier eine Liste von Klopapiersorten, die mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sind. Da ist bestimmt eine Sorte dabei, die sich einigermaßen angenehm anfühlt. Besonders bei Küchentüchern ist der Flauschfaktor eine Eigenschaft auf die man getrost verzichten kann. Saugen die Dinger nicht alle gleich gut?
Wie es der Zufall so will ist „die Mutter der Bäume“ heute im Alter von nur 71 Jahren gestorben. Die guten sterben viel zu früh.

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